FLURGRABENKERB Gewerbetreibende in Gustavsburg fahren allerhand Attraktionen auf
Die dritte Auflage der wiederbelebten Flurgrabenkerb bot über das Wahlwochenende ein verändertes Konzept. Statt wie im vergangenen Jahr ihre Firmensitze zu öffnen, präsentierten sich die Gewerbetreibenden mit Ständen auf der Straße. "Wir wollten in diesem Jahr mehr Jahrmarktcharakter haben", erklärten Burkhard Weissbecker und Andreas Hübner, die federführend für die rund 30 im Flurgrabenverein organisierten Betriebe, das zweitägige Fest auf die Beine stellten.
In Zusammenarbeit mit einem Schausteller kamen allerhand Buden und Fahrgeschäfte zusammen, die vor allem den Kindern den Aufenthalt bei der Straßenkerb versüßten, während die Eltern beim "Schaufensterbummel" waren. Ob auf dem Kinderkarussell, dem Trampolinspringen oder beim Schminken - für Kurzweil bei den Kleinen war gesorgt.
Noch nicht offiziell in Betrieb, hatte der neue "Truck-Service Bobak" seinen riesigen Innenhof geöffnet, wo sich ein kleines Schlaraffenland für die Besucher bot. Hier konnten Speisen nach jedem Geschmack konsumiert oder die Cocktails vom Kleingartenverein Gustavsburg geschlürft werden. Auch der Bischofsheimer Carneval Verein und der Turnverein Gustavsburg tischten hier auf.
Eine Besonderheit bot ein Stand vom Mainzer Verein "Amivoire" , der sich für die Unterstützung von Entwicklungshilfeprojekten in der Republik Elfenbeinküste einsetzt. Vorsitzender Gervais Loussouko und seine Stellvertreterin Renate Bucher reichten mit ihren Helfern mit "Alloco" und "Gbofoto" landestypische Leckereien für süße und würzige Geschmäcker und informierten über das Land an der afrikanischen Westküste. Flächenmäßig fast so groß wie die Bundesrepublik, leben hier nur 17 Millionen Menschen, zusammengesetzt aus 60 verschiedenen Ethnien.
Bürgermeister Richard von Neumann stach das erste Fass Bier an, ehe die "Breakdance-Kids" akrobatisch durch die Luft wirbelten. Am Abend heizte "Dry Vapour" bei ihrem Abschiedskonzert mächtig ein, ehe "The Incredible Dexter Band" als Newcomer die fetzigen Hits der 70er und 80er Jahre in das Gustavsburger Gewerbegebiet rockten. "Stampesbiencher" und "Dancing Devils" vom Bischofsheimer Carneval Verein boten tänzerische Leckerbissen.
Am Sonntag startete der Frühschoppen, begleitet von den "Mainzer Altstadtbauern", ehe ein ökumenischer Gottesdienst für die Gläubigen dem Festgeschehen einen besonderen Anstrich gab. Viele Motorradfahrer ließen sich im Anschluss mit ihren schweren Maschinen segnen. Bei einer Modenschau zeigten die örtlichen Friseure und Boutiquen schickes Outfit. Ein Bummel durch die Firmenstände zeigte eine breite Leistungspalette mit Stärken bei der Dienstleistung und dem Service, die die im Flurgraben ansässigen Betriebe zu bieten haben. Hinzu gesellten sich etliche Firmen von außerhalb, die das örtliche Gewerbe ergänzten. Der ASB Mainspitze führte einen Rettungswagen vor, der speziell für Notfälle bei Babys und Kleinkindern eingerichtet ist.